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Winterpause auf Gut Altenkamp!

Das Ausstellungszentrum ist bis März 2021 für Besucher geschlossen. Im März öffnet das Gut Altenkamp wieder seine Tore mit der Ausstellung „Kampf um Sichtbarkeit. Künstlerinnen der Nationalgalerie vor 1919“ in Kooperation mit der Stiftung Preußischer Kulturbesitz.

 

Das Ausstellungszentrum Gut Altenkamp präsentiert 2021 zwei außergewöhnliche Kunstausstellungen:

 

28.03.2021 – 27.06.2021 Kampf um Sichtbarkeit – Künstlerinnen der Nationalgalerie vor 1919

In Kooperation mit der Stiftung Preußischer Kulturbesitz widmet sich das Ausstellungszentrum Gut Altenkamp in der ersten Ausstellung des Jahres Künstlerinnen und ihrem Kamp um Sichtbarkeit im 19. Jahrhundert.

Erst seit dem Frühjahr 1919 konnten die ersten Künstlerinnen ein reguläres Studium an der Akademie der Künste zu Berlin, der heutigen Universität der Künste, aufnehmen. Doch ungeachtet aller Widrigkeiten gab es schon zuvor zahlreiche Künstlerinnen, von denen heute viele in Vergessenheit geraten sind. Daher richtet sich der Blick in dieser Ausstellung auf jene Malerinnen und Bildhauerinnen, die es schon vor 1919 in die Kunstöffentlichkeit geschafft und deren Werke Eingang in die Sammlung der Nationalgalerie gefunden haben.  Zudem zeigt die Ausstellung den Kampf um Sichtbarkeit dieser Künstlerinnen in einem vorwiegenden männlichen Kunstbetrieb auf.

Die Ausstellung zeigt fast 60 malerische und bildhauerische Werke aus 140 Schaffensjahren. Darunter bekannte Größen wie Caroline Bardua, Käthe Kollwitz oder Paula Modersohn-Becker. Andere Werke aus dem Bestand der Nationalgalerie werden das erste Mal außerhalb Berlins zu sehen sein, so die Werke der in Paris erfolgreichen Salonmalerin Friedrike O’Connell oder der früh verstorbenen Landschaftsmalerin Marie von Parmentier. Darüber hinaus werden Skulpturen und Plastiken von Julie Genthe und der international erfolgreichen Tierplastikerin René Sintenis sowie der norwegischen Bildhauerin Ambrosia Tønnesen präsentiert. In ihrer Vielfalt leisteten die Künstlerinnen einen wesentlichen Beitrag zum Kunstgeschehen ihrer Zeit.

 

20.07.2021 – 24.10.2021 In vierzig Jahren durch die Arbeitswelt. Industrie- und Stadtlandschaften von H.D. Tylle

Der Maler H.D. Tylle (geb. 1954 in Beyreuth) gilt als moderner Chronist der Arbeitswelt. Bereits während seines Studiums an der Kunsthochschule in Kassel faszinierte den Künstler Themen aus der Arbeitswelt. Seither steht das Industriegemälde im Fokus seines künstlerischen Arbeitens. In rund vier Jahrzehnten hat Tylle mehr als 1 400 Bilder geschaffen und im Auftrag von über 100 marktführenden Unternehmen moderne Arbeitssituation malerisch festgehalten. Zumeist entstehen diese Gemälde unter extremen Bedingungen wie im Kohlebergbau oder am Hochofen und verleihen diesen Bildern einen hohen Grad an Authentizität. Durch die realistische, im Detail durchaus abstrakte Darstellung lässt Tylle den Betrachter am Betriebsgeschehen teilhaben.

„Ich möchte mit meinen Bildern die moderne Arbeitsweilt der Menschen dokumentieren. Damit erreiche ich jene, die sich für Kunst interessieren, aber die Umstände in der industriellen Arbeitswelt nur am Rande kennen, und jene, die in der Fabrik und Großanalgen arbeiten, sich aber normalerweise nicht für Kunst interessieren“, beschreibt H. D. Tylle sein künstlerisches Credo.

Die Ausstellung „In vierzig Jahren durch die Arbeitswelt“ zeigt gewaltige, komplexe industrielle Produktionsverfahren wie sie u.a. in der Rohstoffgewinnung, Weiterverarbeitung, Großprodukte-Herstellung und in der Labortechnologie angewendet werden, und führt die Werke zu einem eindrucksvollen Panorama der modernen, globalen Arbeitswelt zusammen.

Gut Altenkamp

Reichhaltig ausgestattet und künstlerisch effektvoll durchgeformt schuf der Architekt Peter Pictorius das Herrenhaus Altenkamp 1728-1732 im holländisch-norddeutschen Barockstil mit einem imposantem Lustgarten als Sitz für den emsländischen Drosten.

Nach dem Erwerb 1981 und der Renovierung des Baudenkmals durch die Stadt Papenburg dienen die repräsentativen Räume als überregionales Ausstellungszentrum für kultur- und kunsthistorisch herausragende Ausstellungen.

Kontakt

Ausstellungszentrum Gut Altenkamp
Am Altenkamp 1
26871 Aschendorf
Telefon:
04962/6505 oder 04961/82340
gut-altenkamp@papenburg.de 
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Öffnungszeiten:

Dienstag bis Sonntag: 10 bis 17 Uhr
Montags geschlossen

Eintrittspreise

Erwachsene: 5 €
Auszubildende, Studenten: 3,50 €
Kinder 1,50 €

Anfahrt

Freundeskreis
Gut Altenkamp

Für das Gut Altenkamp kann sich Papenburg glücklich schätzen, einen engagierten Verein zu haben, der die Ausstellungen tatkräftig unterstützt: Den Freundeskreis Gut Altenkamp.