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Karl-Karol Chrobok - Konvergenzen

Ab ins Grüne könnte der Wahlspruch des Künstlers dieser Ausstellung sein. Seit 30 Jahren lebt der Maler Karl-Karol Chrobok in Köln. Von polnischer Herkunft und mit einer klassischen Ausbildung an der Kunstakademie Krakau ausgestattet, hat sich der vielseitige Maler und Installationskünstler zu einem begeisterten Pleinairisten entwickelt. War Chrobocks Frühwerk noch stark von grafischen Strukturen und viel Schwarz-Weiß geprägt, wurden seine Arbeiten im Laufe der Zeit immer farbiger und immer intensiver. Die Formate wuchsen und die Vorbilder änderten sich. 

Schließlich wurde dem Künstler sein Atelier zu eng; er stürzte sich heraus, ab ins Grüne. Vorbilder sind Van Gogh, Monet und David Hockney, die ebenfalls bei jedem Wetter ins Freie aufbrachen. Die Erfindungen der Feldstaffelei und der Ölfarbe in Tuben ermöglichten die Eroberung der Naturlandschaft, auch wenn es über Stock und Stein geht. Chrobok hat sich immer wieder verschiedenen Waldgebieten bei seinen Arbeiten gewidmet. Seine Liebe zum Vitalstoff Baum, zum Grün sowie zum Himmel ist mitreißend. In einem Kraftakt, wie ihn das “action painting“ kennzeichnet, also wie bei Pollock und Karel Appel, geht Chrobok ins Gefecht mit der Leinwand. Der Pinsel ist sein Florett, ein Haufen Tuben ist schnell entleert – Hieb folgt auf Hieb.

Vom Veroneser Grün bis zum Chromoxydgrün feurig – so heißt eine der verwendeten Künstlerfarben nicht von ungefähr – gibt es eine vitalistische Farbexplosion, die vom Künstler souverän in Form gebracht wird. „Das kennzeichnet den Neoexpressionisten: die Bandbreite zwischen Heftigkeit des massiven Farbauftrags und der strukturierten Akzentuierung. Eine Bündelung von Bäumen zaubert ein Staccato der Vertikalen, die wiederum konterkariert werden von kurzen Diagonalen, die das Sonnenlicht über die Stämme peitschen.“ (Hermann F. Schweitzer)

Auf anderen Bildern gibt es größere Himmelsräume, in denen die Wolken ein Techtelmechtel veranstalten mit dem blauen Hintergrund. Der Künstler arbeitet nicht nur verschwenderisch mit pastosem Farbauftrag, sondern bearbeitet seine Bilder auch mit der Rückseite des Pinsels oder mit dem Spachtel. Aber es gibt auch kontemplative Arbeiten, die sich ums Menschenbild drehen, sei es der zur Ruhe gekommene Akt als abstrakte Silhouette (nach dem Vorbild von Matisse) oder Meditationstafeln, die an ostasiatische Kunst erinnern. Oft ist dann die Farbe Rot tonangebend. „Farbe ist mein Leben“, sagt der Künstler. So ist es.

Öffentliche Führungen:

Jeden Sonntag um 15.30 Uhr - Kosten: 6,50 Euro

Gut Altenkamp

Reichhaltig ausgestattet und künstlerisch effektvoll durchgeformt schuf der Architekt Peter Pictorius das Herrenhaus Altenkamp 1728-1732 im holländisch-norddeutschen Barockstil mit einem imposantem Lustgarten als Sitz für den emsländischen Drosten.

Nach dem Erwerb 1981 und der Renovierung des Baudenkmals durch die Stadt Papenburg dienen die repräsentativen Räume als überregionales Ausstellungszentrum für kultur- und kunsthistorisch herausragende Ausstellungen.

Kontakt

Ausstellungszentrum Gut Altenkamp
Am Altenkamp 1
26871 Aschendorf
Telefon: 04962/ 6505 
gut-altenkamp@papenburg.de 

 

Öffnungszeiten:

Dienstag bis Sonntag: 10 bis 17 Uhr
Montags geschlossen

Anfahrt

Freundeskreis
Gut Altenkamp

Für das Gut Altenkamp kann sich Papenburg glücklich schätzen, einen engagierten Verein zu haben, der die Ausstellungen tatkräftig unterstützt: Den Freundeskreis Gut Altenkamp.