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Ein Zeichen gegen das Vergessen

In der Nacht vom 9. zum 10. November 1938 brannten Synagogen in ganz Deutschland. Die Nationalsozialisten gingen zur offenen Gewalt gegen Juden über, jüdische Geschäfte und Wohnungen wurden zerstört, jüdische Bürgerinnen und Bürger misshandelt. Die Pogromnacht markiert den Beginn der massenhaften Verfolgung der Juden und ihrer anschließenden Vernichtung in Konzentrationslagern.

Unter Ausschluss der Öffentlichkeit legten Vertreter der Stadtverwaltung zusammen mit dem Bürgermeister ein Gesteck für die Opfer der Pogromnacht nieder. Foto: Stadt Papenburg

Jährlich wird am 9. November in Papenburg im Rahmen einer Gedenkveranstaltung an diese unfassbaren Verbrechen erinnert. Erstmals unter Ausschluss der Öffentlichkeit legten in diesem Jahr Bürgermeister Jan Peter Bechtluft, sowie der stellvertretende Bürgermeister Heiner Butke und Kulturreferent Ansgar Ahlers am Gedenkstein auf dem Platz der ehemaligen Synagoge für die verfolgten und ermordeten Juden der Stadt ein Gesteck nieder. Anschließend verlasen sie die 40 Namen der jüdischen Mitbürger, die durch die Nationalsozialisten ermordet wurden. „Auch wenn heute ein gemeinsames Innehalten vor Ort nicht möglich war, ist es für uns unerlässlich, ein klares Zeichen gegen das Vergessen zu setzen“, sagt Bürgermeister Bechtluft, „Vor allem in der aktuellen Zeit und mit Blick auf die Verbrechen in Halle und Wien ist es wichtiger denn je, das Gedenken wach zu halten“.