file:current:title

Meisen gegen den Eichenprozessionsspinner

Der Eichenprozessionsspinner hat sich in den vergangenen Jahren rasant auch im Stadtgebiet von Papenburg ausgebreitet. Die Haare der Raupe enthalten ein Gift, das schnell zur Gefahr für Mensch und Tier werden kann.

Die 3a der Dieckhausschule hat im Unterricht bereits viel über den Eichenprozessionsspinner gelernt. Noch mehr Informationen gab es am Freitagvormittag durch (hinten von links): Karl-Heinz Augustin (NABU), Bürgermeister Jan Peter Bechtluft, Schulleiter Christian Schmitz und Klassenlehrerin Kathrin Kaltwasser.

Neben Atemnot können auch schwere allergische Reaktionen hervorgerufen werden. Aus diesem Grund wurden die Bürger in den vergangenen Jahren aufgerufen, einen entdeckten Befall zu melden, der zeitnah durch eine Fachfirma abgesaugt wurde.

Die Natur kann dabei den Menschen bei der Bekämpfung der Raupen unterstützen: Die Arbeitsgemeinschaft Naturschutz im nördlichen Emsland und südlichen Ostfriesland von NABU, BSH und BUND will dem Eichenprozessionsspinner auf dem Gebiet der Stadt Papenburg mithilfe von Blau- und Kohlmeisen zu Leibe rücken. Die Meisen sollen als natürliche Fressfeinde helfen, mit der stetig weiter vordringlichen Raupenplage fertig zu werden. Die Stiftungsausschuss „Schutz der Umwelt“ hat im September einen Zuschuss für die Anschaffung von 300 Meisenkästen befürwortet, die zunächst in der Nähe von städtischen Schulen und Spielplätzen aufgehängt werden, um diese Altersgruppe besonders zu schützen. Die Kästen werden in Kooperation mit den Caritas-Werkstätten und dem SKFM gebaut.

Damit die Meisen sich in den Nistkästen auch wohlfühlen, werden diese bereits jetzt im Stadtgebiet aufgehängt. Die Schulen wurden informiert und gebeten, das Thema auch im Unterricht aufzugreifen. Dabei werden sie bei Bedarf durch den NABU unterstützt. Die ersten Kästen werden aktuell auf dem Grundstück der Grundschule Dieckhausschule angehängt. Die Schülerinnen und Schüler einer dritten Klasse der Schule haben dabei fleißig unterstützt und hoffen darauf, dass schon bald die ersten Meisen einziehen.

Bürgermeister Jan Peter Bechtluft richtet seinen Dank insbesondere an die BINGO-Umweltstiftung: „Wir freuen uns, dass der Stiftungsausschuss ‚Schutz der Umwelt‘ eine finanzielle Unterstützung zugesagt hat. Auf dessen Vorschlag hin haben wir auch einen Antrag an die BINGO-Umweltstiftung für dieses Projekt geschickt. Für das gemeinsame Projekt „Meisen-Nistkästen zur Verhinderung der Ausbreitung des Eichenprozessionsspinners“ werden von dort 3.000 € zur Verfügung gestellt.“