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Hinsehen statt Übersehen

Auf der ganzen Welt werden am Samstag, 30. Januar, Sehenswürdigkeiten, Denkmäler und öffentliche Gebäude in orangenem Licht erstrahlen. Der Tag steht im Zeichen einer Aktionswoche der Deutschen Lepra- und Tuberkulosehilfe e.V., um sowohl den Welttag gegen vernachlässigte Tropenkrankheiten (NTDs) am 30. Januar als auch den Welt-Lepra-Tag am 31. Januar visuell zu würdigen und somit auf Lepra und NTD´s aufmerksam zu machen. Neben der Chinesische Mauer und dem Sony Center in Berlin werden auch in Papenburg einige Gebäude in orangenes Licht gehüllt.

Die Mitglieder des Vereins „Leben ohne Lepra e.V.“ Astrid und Thea Muckli bei ihrem Besuch in Indien im Jahr 2020. Foto: Leben ohne Lepra e.V.

Die Corona-Pandemie hat auch dem Kampf gegen Lepra einen Rückschlag versetzt. Noch immer erkrankten jedes Jahr mehr als 200.000 Menschen neu an der Infektionskrankheit, erklärte die Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe (DAHW) zum Welt-Lepra-Tag am 31. Januar. „Durch Corona sind unsere beiden großen Dorfschulen mit je circa 130 Schülern geschlossen. Die Menschen in den von uns betreuten Leprakolonien dürfen diese nicht mehr verlassen, um ihr Geld zu verdienen. Somit sind sie zwingend auf Essensspenden angewiesen“, berichtet Astrid Muckli, Gründungsmitglied des Papenburger Vereins Leben ohne Lepra e.V., „Die kleinen Slumschulen laufen zum Glück weiter, da die Schüler unter sich sind und niemand von außerhalb dazu kommt. Ansonsten laufen die Projekte wie die medizinische Versorgung unter coronakonformen Bedingungen weiter“.

 

Unter den Folgen einer Lepra-Erkrankung leiden Millionen Menschen ein Leben lang. Die weitaus meisten Fälle treten in Entwicklungs- und Schwellenländern auf. Armut, Enge und schlechte hygienische Verhältnisse begünstigen eine Infektion. Dabei ist Lepra durchaus heilbar. Laut der DAHW belaufen sich die Kosten, die nötig sind, um einen Menschen zu heilen, auf lediglich 50 Euro. In sechs bis 18 Monaten wird dabei der Lepra-Erreger mithilfe wirksamer Medikamente vollständig abgetötet.

 

Unterstützung der Eventbetriebe

Um auf diese schreckliche, vor allem in Zeiten der Corona-Pandemie vernachlässigte Tropenkrankheit aufmerksam zu machen, leuchten am Samstag weltweit Gebäude, Wahrzeichen und Denkmäler in orangenem Licht. Und auch in Papenburg werden mit Unterstützung der Eventbetriebe Unicorn Event, dem Kino Papenburg und Koala Events das Rathaus, die Friederike, die Alte Kupferschmiede und das Kino ab 16:30 Uhr hell erstrahlen.

 

Freiwillige Spende

Großes im Kampf gegen die vernachlässigten Tropenkrankheiten leisten die Mitglieder des 1989 in Papenburg gegründeten Vereins Leben ohne Lepra. Wer eine freiwillige Spende zugunsten der ehrenamtlichen Arbeit des Vereins geben möchte, kann dies unter Angabe seiner Anschrift unter folgender Bankverbindung tun:

 

Leben ohne Lepra e.V.

Spendenkonto: Sparkasse Emsland

IBAN: DE23 2665 0001 0001 0080 02 • BIC: NOLADE21EMS