file:current:title

Rund 2000 Kinder und Jugendliche pflanzen Wald in Aschendorf

Griffen gemeinsam zum Spaten, um die ersten Bäume des Schulwaldprojektes der Heinrich-Middendorf-Oberschule zu pflanzen (von links): Papenburgs Bürgermeister Jan Peter Bechtluft, Aschendorfs Ortsbürgermeister Friedhelm Führs, HMO-Schulleiterin Erika Behrens, Landrat des Emslandes, Reinhard Winter, Bernhard von der Ahe (Naturschutzstiftung Landkreis Emsland) und Franz Hüsing, Stiftung Zukunft Wald.

In dieser Woche entsteht in Aschendorf am Kollmannsweg ein neuer Wald. Rund 2000 Kinder und Jugendliche verschiedener Schulen aus der Region nehmen am Projekt „Schulwälder gegen Klimawandel“ teil und pflanzen von Montag bis Freitag auf einer Fläche von zwei Fußballfeldern Eichen, Erlen, Buchen oder Eschen. „Ein Baum ist ein Wunder“, sagte Erika Behrens zur Auftaktveranstaltung der Aktion in der Aula der Heinrich-Middendorf-Oberschule (HMO).

Die Schulleiterin der HMO hatte das Projekt gemeinsam mit dem Kollegium ins Leben gerufen war sichtlich stolz, dass außerdem die Amandusgrundschule, die Sprachförderschule am Draiberg, der Kindergarten Villa Kunterbunt, der Kindergarten St. Michael, die Tagesbildungsstätte und die Caritaswerkstätten sowie die Kinder- und Jugendpsychiatrie beteiligen. „Gemeinsam freuen wir uns auch über die vielen Unterstützer und Sponsoren, die dieses Projekt erst mögliche machen“, so Behrens weiter. Dazu gehören unter anderem die Naturschutzstiftung Emsland, die Stiftung „Zukunft Wald“, die Bingo Umweltlotterie, die Husmann Umwelt-Stiftung und noch viele andere.

 

"Gelebter Klimaschutz"

Dieses breite Engagement wurde auch von Papenburgs Bürgermeister Jan Peter Bechtluft besonders hervorgehoben. „Es ist ein beispielhaftes Projekt, bei dem die Inklusion ein selbstverständlicher Bestandteil ist. Von Kindergartenkindern bis hin zu Jugendlichen ist auch fast jede Altersgruppe mit dabei.“ Gerade vor dem Hintergrund Papenburgs als Stadt mit vielen Projekten und Einrichtungen zum Klimaschutz, wie die Historisch-Ökologische Bildungsstätte (HÖB) oder das Regionale Umweltzentrum (RUZ), passe der neue Schulwald hervorragend. „Das ist ein handfestes und zupackendes Vorbild für gelebten Klimaschutz“, so Bechtluft weiter.

Zupackend und handfest wurde es dann nach der offiziellen Eröffnung des Projektes für die Gäste und für einige Schüler dann am Kollmannsweg. Dort wurden auf 12 000 Quadratmeter Fläche die ersten Bäume eingepflanzt. Auch der Landrat des Landkreises Emsland, Reinhard Winter, machte dabei kräftig mit. Er betonte, dass der neue Schulwald gut in das Konzept des Landkreises zum Klimaschutz passe. „Wir wollen für jeden Emsländer einen Baum pflanzen, als Beitrag zum Klimaschutz. Hier werden nun auf einen Schlag 5000 Bäume gepflanzt als Schulprojekt. Außerdem verpflichten sich die Schulen, diesen Wald nun 30 Jahre zu hegen und zu pflegen. Das ist wirklich großartig“, sagte Winter. Diese aktive Art von Unterricht sei sicherlich auch eine gute Idee für andere Schulen.

 

"Toller Projektstart"

Das Projekt „Schulwälder gegen Klimawandel“ gibt es in Niedersachsen bereits seit 2011. Es wurde von Franz Hüsing ins Leben gerufen, der als Förster die Stiftung „Zukunft Wald“ gegründet hatte und nun ihr Direktor ist. Mittlerweile gibt es 40 Standorte in ganz Niedersachsen, wo Schulen einen Wald gepflanzt haben. „Allerdings ist ein so breites Engagement, mit so vielen Partnern und Schulen auch in Niedersachsen einmalig“, sagte Hüsing beim Start des Projekts in Aschendorf. Er überreichte zu Beginn allen Partnern eine Urkunde zum Schulwaldprojekt und hofft, dass sich noch viele weitere Schulen in der Region einen Schulwald zulegen. „Nach dem tollen Projektstart heute würde mich das auf jeden Fall nicht wundern.“