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Unfallkommission hat Kreisverkehre im Fokus

Der Kreisverkehr am Obenende soll nun sicherer gemacht werden.

„Wir wollen gemeinsam mit der Stadtverwaltung und  den jeweils zuständigen Straßenbaulastträgern dazu beitragen, dass Unfallhäufungen an derzeit drei Kreisverkehren im Papenburger Stadtgebiet reduziert werden“, sagt Klaus Hackmann von der Polizeiinspektion Emsland/Grafschaft-Bentheim. Der 53-jährige Polizeihauptkommissar leitet das Sachgebiet Verkehr  für beide Landkreise und koordiniert die Arbeit der Verkehrsunfallkommissionen.

Konkrete Maßnahmen wurden bereits an der Obenender Kreisverkehrsanlage in Angriff genommen. Hackmann: „Wir haben die Unfälle der letzten Jahre ausgewertet und festgestellt, dass insbesondere die Zahl der Radfahrerunfälle seit 2013 signifikant gestiegen ist. Als Ursache kommen das insgesamt hohe Verkehrsaufkommen, das Befahren des Kreisverkehrs im Uhrzeigersinn durch Radfahrer und die zu hohe Geschwindigkeit der ein- und ausfahrenden Autos in Betracht.“ Der Kreisverkehrsplatz aus Richtung Norden kommend könne laut Hackmann unter Mitbenutzung des gepflasterten Innenrings annähernd geradlinig durchfahren werden. Die auffallend hohen Unfallzahlen in der nördlichen Zufahrt könnten aber auch damit zusammenhängen, dass dort die meisten Querungen durch Radfahrer stattfinden.

 

Sofortmaßnahmen

„Als Sofortmaßnahmen hat die Unfallkommission drei Maßnahmen empfohlen: Aufhebung des Zweirichtungsverkehrs für Radfahrer an der Kreisverkehrsanlage mit einer flankierenden Beschilderung, Einbau von Aufpflasterungen in den Kreiselein- und -ausfahrten sowie den Einbau von Markierungsnägeln in der Kreiselmitte“, ergänzt Stadtbaurat Jürgen Rautenberg. Ob die Maßnahmen zu einer Verringerung der Unfälle führen, wird in den nächsten Monaten beobachtet. „Mit Sorge betrachten wir auch die Unfallentwicklung an den Kreisverkehrsanlagen am Osterkanal und im Zuge der Straße Am Stadtpark.  Obwohl Radfahrer dort beispielsweise nicht in beide Richtungen fahren dürfen, sind auch da Unfallhäufungen mit Radfahrern festzustellen“, so Hackmann. Er ruft die Verkehrsteilnehmer zu mehr Rücksichtnahme und erhöhter Aufmerksamkeit insbesondere an Kreisverkehren auf.  

 

Tätigkeiten der Unfallkommission

Die Unfallkommission  beobachtet das Verkehrsgeschehen, wertet es aus, berät Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit und beschließt daraus Umsetzungsempfehlungen. Dazu werden von ihr das Unfallgeschehen auf Gleichartigkeit der Unfälle und Zusammenhänge mit örtlichen Gegebenheiten analysiert. Sie schlägt Maßnahmen zur Beseitigung unfallbegünstigender Faktoren vor, die dann von den Straßenbaulastträgern und Verkehrsbehörden sowie der Polizei umgesetzt und kontrolliert werden. Die Sitzungen der Unfallkommissionen finden regelmäßig, mindestens einmal jährlich, statt. Ständige Mitglieder einer Unfallkommission sind die Vertreterinnen und Vertreter der jeweils zuständigen Straßenverkehrsbehörde, der Straßenbaubehörde und der Polizei. Die Geschäftsführung der Unfallkommission obliegt der Polizei.