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See- und Binnenhafen Papenburg

Der Seehafen Papenburg mit seiner Hafeninfrastruktur hat in der Geschichte immer schon eine Schlüsselfunktion für die Entwicklung der Stadt Papenburg übernommen. Nachdem Dietrich von Velen im Jahre 1630 das Lehn Papenburg erworben hatte, um eine Fehnkolonie aufzubauen, wurde im Jahr 1638 das erste hölzerne Siel, unweit der heutigen Seeschleuse, errichtet. Dieses Siel mit den im Anschluss ausgebauten Kanälen, die der Entwässerung dienten und dienen, brachte die Verbindung „vom Moor zum Meer“.

 

Hafen wichtigste Lebensader

Heute, mehr als 375 Jahre nach der Gründung der Stadt, hat der Seehafen Papenburg an seiner Bedeutung nichts verloren. Im Gegenteil, er bildet als international anerkannter Schiffbau- und Umschlagshafen eine der wichtigsten Lebensadern der Stadt. Es gehört daher zu den elementaren Aufgaben, den Seehafen Papenburg durch intelligente Lösungen in seinem Bestand und in seiner Funktion zu erhalten und stetig weiterzuentwickeln.

 

Daten und Fakten

Der See- und Binnenhafen Papenburg liegt als südlichster Seehafen der „Seaports of Niedersachsen“ direkt an der Ems. Die Entfernung bis zur Lotsenübergabe in der Nordsee beträgt 60,5 Seemeilen (ca. 112 km). Dennoch erzielt der Papenburger Hafen rund 75 Prozent seines Gesamtumschlages über den Seeweg. Der durch die Seeschleuse tideunabhängige Hafen ist für Seeschiffe mit maximal 5,50 m Tiefgang, 145 m Länge und 24 m Breite erreichbar. Der Werfthafen ist für Schiffe mit maximal 8,50 m Tiefgang, 330 m Länge und 43 m Breite erreichbar.

Der Gesamtjahresumschlag lag im Jahr 2016 bei rund 900.000 Tonnen. 1980 lag der Umschlag noch bei rd. 437.000 Tonnen. Gegenüber dem bisherigen Rekordjahr 2012 mit rund 1,2 Mio. Tonnen ist der Umschlag damit wieder etwas zurückgegangen. Gleichwohl verdeutlichen die Entwicklungen der Umschlagsmengen der vergangenen Jahre, dass der Seehafen Papenburg eine wichtige Knotenfunktion für die Ein- und Ausfuhr von Warengütern übernimmt.

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